Wegen heftigen Regens entfällt die Tour leider, stattdessen Busfahrt nach Rendsburg und von dort nach Heide (Hotel) - einmal kreuz und quer durch Schleswig-Holstein. Oder besser: Von Schleswig nach Holstein.
Diese Tour wurde ersetzt durch eine Busfahrt von insgesamt nahezu 80 Kilometern - von Erfde nach Rendsburg und von dort nach Heide
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So'n Schietwedda*
*Zitat - Cool Walking würde sich dieser Ausdrucksweise nie bedienen! Mehr dazu weiter unten.
Um es kurz zu machen: Das Wetter ist zum Jungehundekriegen. Die Himmelsschleuse ist weit geöffnet, es gießt wie aus Kübeln. Die verschiedenen Wetter-Apps stimmen ausnahmesweise mal überein: Es soll den ganzen Tag so bleiben. Also wird der Busfahrplan eingehend studiert mit dem Ergebnis, dass man um 11:01 Uhr vom Dorfplatz Erfde aus mit dem Bus über Rendsburg nach Heide gelangen kann, wo das Hotel gebucht ist.
Das Zimmer muss aber um 10 Uhr bereits geräumt werden, edie Unterkunft hat Betriebsurlaub, die Wirtin einen Termin. Zur großen Freude der wasserscheuen Wanderin macht sie das Angebot, dass ich mich im Wintergarten bis um 11 Uhr aufhalten kann - eine Alternative wäre im Ort nur das extrem unattrative "Café" im extrem unattraktiven Edeka gewesen. So habe ich eine Stunde Zeit gewonnen, um an meinen Beiträgen rumzubasteln:

Von hier aus kann man wunderbar die Regentropfen zählen
Cool Walking findet sich die obligatorischen 10 Minuten vor Abfahrt des Busses an der Haltestelle ein. Auch der Bus kommt ein paar Minuten früher. Der Fahrer steigt auf eine Zigarette aus. "So'n Schietwedda", brummt er. Wo er recht hat, hat er recht. Wie er das Kunststück hinbekommen hat, die Zigarette im Regen zu rauchen, habe ich nicht mehr in Erinnerung.
Es gibt am Tag für die 20 Kilometer bis nach Heide zwei Busse - einer um halb acht und einer am späteren Nachmittag. Will man tagsüber mit den Öffis dorthin gelangen, muss man erst nach Rendsburg und von dort mit dem 200er-Bus rüber nach Heide - in der Summe ca. 80 Kilometer.

Der Bus fährt exakt nicht die Strecke, die man normalerweise laufen würde. Von drinnen wird die wenig abwechslungsreiche Landschaft betrachtet
Ganz ungelegen kommt Rendsburg nicht, denn: Was soll man in Erfde oder auf dem E1 bei so einem Wetter? Eine Stadtbesichtigung ist da noch eher denkbar, zumal von Rendsburg, das ja ganz hübsch zu sein verspricht.
Allein: Auch dort regnet es fürchterlich.

Nicht nur von oben, nein, auch von unten kommt das Wasser - in Rendsburg
Die Stadt lohnt in der Tat ein Sightseeing (ein paar Details will ich noch nachtragen, das Torurismusbüro hat vielfältiges Material).

Blick unterm Regenschirm hervor in eine Seitenstraße

Das Alte Rathaus (Vorderseite), man geht durch den Torbogen rechts

Alter Ratshaus - Rückseite. Es kommt ein Brautpaar mit Entourage von der Trauung in dem Gebäude (nicht im Bild)
Am Paradeplatz, dem "Vorhof" (und jetzt ein riesiger Parkplatz) zu einem ehemals von Militär geprägten Viertel, soll ein Café aufgesucht werden, denn trotz Schirm trieft die Wandersfrau aus allen Poren, das Wasser hat sich zwischen Rucksack und Regenmantel gesammelt, trotz Schirm.

Gebäude am Paradeplatz, im Fachwerkgebäude das Café "Milch & Zucker"
Die Freude in dem netten Café währt nur kurz, denn nachdem eine Stadtbesichtigung bei dieser Wetterlage wenig Freude macht, fällt der Beschluss, so früh als möglich im Hotel in Heide einzuchecken. Bedeutet: Der nächste Bus wird genommen.

Wie viele Ortsnamen mit dem Suffix "Büttel" gibt es eigentlich in Schleswig-Holstein?
Die lange Fahrerei bewirkt, dass man vollkommen durchnässt etwa drei Minuten vor Beginn der Check-in-Zeit im Hotel ankommt. Feine Sache.
Raststationen
Gewohnt habe ich ausgiebig - inklusive Abendessen und Frühstück - im Hotel "Nordica Berlin", etwa 1,5 Kilometer vom Zentrum mit dem bekannten Marktplatz der Stadt Heide in Holstein entfernt. Dorthin habe ich es nicht geschafft. Bei dem Regen geht ja kein Hund vor die Tür! Das Haus gehört der Ringhotel-Kette an, dementsprechend ist ein Hotelkettenstandard zu erwarten. Alles da, was man braucht, aber: kein Luxus oder so.
Flora und Fauna
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