Auf dieser wenig ereignisreichen Tour kann man einen Berg erklimmen, den Wachtlerberg, oder eine Burg besuchen - die Burg Spielberg. Beides wurde ausgelassen. Insgesamt schöne Wald- und Feldwege.
Knapp 17 Kilometer mit 280 Höhenmetern kommen heute zusammen - in ca. 4 Stunden reiner gehzeit
Nicht der richtige Blog-Eintrag? Oder Lust auf mehr zum Thema Wandern und Fernwanderung? Zu Planung, Ausrüstung und Tipps? Zum Thema "Walking on the cool side"? Hier geht's zurück zu: Cool Walking
Bevor der Regen kommt
Heute soll es um die Mittagszeit regnen, also werden beizeiten die Stiefel geschnürt. Cool Walking will sich ja nicht nachsagen lassen, Kulturdenkmäler zu verschmähen, deswegen wird als erstes das Schloss von Wassertrüdingen aufgesucht.

Das Schloss von Wassertrüdingen beherbergt eine Seniorenwohnstätte, weswegen es nicht besichtig werden kann. Aber: Der Wille war da
Der Weg aus der Stadt heraus ist genauso langwieirg wie der Weg hinein. Man muss zunächst über den Parkplatz des Schwarzkopfwerks.

Man sehe und staune: Schwarzkopf-Fabrik in Wassertrüdingen - offenbar in der Zeit nach dem Krieg hier aufgebaut

Das Häuschen gehört zur Wasserversorgung von Wassertrüdingen

Weite Landschaft an einem Septembertag bei Wassertrüdingen
Es folgt ein schier nicht enden wollendes Wegstück durch den Wald (dabei sind es nur etwas mehr als 1,5 Kilometer).

Im Wald hinter Wassertrüdingen - keine Menschenseele weit und breit. Und hoffentlich auch kein Wildschwein

Weite Felder voraus

Die Farben wirken etwas müde

... Wachtlerberg (587 M), der jetzt erklommen werden soll

Man wundert sich: Weit und breit niemand zu sehen, die Felder sind abgeerntet, aber der Mann muss mit seinem Traktor aufs Feld. Wahrscheinlich irgendwas abholen

Immer noch der Wachtlerberg voraus
Der Vollständigkeit halber muss noch der Eiselberg (503 M) erwähnt werden, der sich linkerhand befindet, der aber nicht wahrgenommen wird.

Vielleicht ist das da hinten der Eiselberg
Es regnet nur leicht, schweres Besteck ist nicht nötig, aber dennoch will man heute bezeiten in Heidenheim ankommen. Daher der Beschluss, nicht auf den Berg aufzusteigen, sondern Höhenmeter (50 an der Zahl) und unwegsame Kletterpfade zu meiden und den schönen breiten gemütlichen Waldweg weiterzugehen.

Langer Spazierweg durch den Wald zwischen Wassertrüdingen und Heidenheim (oben und unten)

Irgendwo rechts möge man sich den Wachtlerberg vorstellen (alles Wald, vermutlich auch oben auf dem Gipfel). Wenn ich schon nicht "oben" war, hier der Link zum Eintrag von Wikipedia mit allerlei Wissenswertem. Nach etwa vier Kilometern wieder freies Land.

Das Adlerauge erkennt rechts auf dem Hügel die Burg Spielberg, links davon den Ort Gnotzheim

So schnell kann man gar nicht knipsen, wie der vorbei ist


... Burg Spielberg

Blick nach Hohentrüdingen
Bis kurz vor Heidenheim - während der folgenden vier Kilometer - soll es jetzt nur noch durch den Wald gehen, nicht übermäßig, aber immerhin doch bergauf.

Der Weg wechselt von breit zu ...

... schmaler zu ...

... ganz schmal
Es gab ursprünglich mal die Idee, die Burg Spielberg - andere Bezeichnung Schloss Spielberg (Link führt zu Wikipedia) - auf einem Hügel namens Hagbuck in etwa 500 ebenerdig zu laufenden Metern Entfernung vom E8 aufzusuchen. Diese befindet sich in Privatbesitz, die Eigentümer sind Künstler oder zumindest kunstinteressiert und betreiben dort ein Museum. Bei schönem Wetter sicherlich ein lohnenswertes Ziel. Allerding wird der Regen auch allmählich stärker, sodass dieser Plan fallengelassen wird.

Wegkreuz - hier könnte man nach Spielberg abbiegen. Dort gäbe es immerhin eine Unterkunft, nach meiner Kenntnis aber keinen Gasthof, wo man abends etwas zu essen bekäme. Und halt auch abseits des E8

Waldweg kurz vor Heidenheim

Blick durch die Bäume hinüber zum Obelshof

Erster Blick nach Heidenheim

... Münster Sankt Wunibald
Raststationen
Auf dieser Strecke sind Rastbänke rar gesät.

Hier kann man sitzen, muss man aber nicht

Auch nicht wirklich das Gelbe vom Ei

Auf dem Weg zum Wachtlerberg steht dieses Waldsofa - heute zu kalt - aber an freundlichen Tagen eine Option, da (fast) auf der Mitte der Wegstrecke?
Im Wald unterhalb des Wachtlerbergs steht noch eine brauchbare Bank. Ansonsten ist Kondition gefragt.
Das Kartenmaterial gibt nichts her zu Rastmöglichkeiten auf dem Wachtlerberg - vielleicht gibt es sie ja. Dafür scheint es etwa 800 Meter nach dem "Gipfel", also, wenn man wieder unten ist - eine Sitzbank mit Panorama Richtung Ostheim und Hohentrüdingen zu geben (sagt die Karte).
Gewohnt habe ich im "Klosterhotel" in Heidenheim, womit ich auch sehr zufrieden war. Schön renoviertes Haus mit großem Potential, aber die Gaststsätte ist (kein Personal aufzutreiben) leider geschlossen. Wie so vieles andere auch (siehe nächsten Beitrag).
Das gegenüberliegende "La Piazza" (italienisches Restaurant) hat heute Ruhetag und so kommt es, dass man in Deutschland auf dem Land in eine Dönerbude rübertappen und ein Lahmacun essen muss. Die Bude ist übrigens gut frequentiert, aber nicht auf "Sitzgäste" ausgerichtet - mehr so Take-away, weswegen die Betreiber auch keinerlei (!) Mühe auf das Interieur verschwendet haben.
Die Bevölkerung ist, wie ich heraushöre, über diesen Zustand offenbar sehr frustriert - man kann nur hoffen, dass die Leute daraus die richtigen Schlüsse ziehen und es nicht beim Rumjammern belassen.
Flora und Fauna
Heute praktisch alle und alles verkrochen im Gebüsch. Nur diese hier freuen sich darüber, dass ihnen bald der großer Haufen Heu beschert wird, der außer Reichweite, aber in Sichtweite steht und ihnen das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt:

Rinder in Heidenheim (als ich das nächstemal vorbeikomme, haben sie tatsächlich ihr Heu bekommen)
Hinterlasst einen Kommentar (Eingabefeld unten).
Bevor Euer Kommentar freigeschaltet wird, schaue ich noch mal drauf. Als Namen könnt Ihr ein Pseudonym wählen. Eure E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Mehr hierzu findet Ihr hier und im Impressum / Datenschutz
Hier geht's zurück zu: Cool Walking