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Dinkelsbühl - Wassertrüdingen

Bergwanderung für Konditionsschwache

· E8-aktuell,E8

Diese Wanderung auf dem Fernwanderweg E8 startet in Wittelshofen, führt von dort direkt auf den Berg, der der Länge nach überquert wird. Im Anschluss geht es wieder hinab ins ca. 5 Kilometer entfernte Wassertrüdingen.

Die dem Hesselberg vorgelagerten 15 Kilometer werden mit dem Bus gefahren. Daher ist diese Tour nur 12 Kilometer lang, dabei kommen bei 3 Stunden reiner Gehrzeit und insgesamt gut 300 Höhenmeter zusammen

Nicht der richtige Blog-Eintrag? Oder Lust auf mehr zum Thema Wandern und Fernwanderung? Zu Planung, Ausrüstung und Tipps? Zum Thema "Walking on the cool side"? Hier geht's zurück zu: Cool Walking

Besteigung des Hesselbergs

Ein deutscher Spitzenpolitiker wird nicht müde, uns einzureden, wir seien alle faul und müssten endlich mal die Ärmel hochkrempeln und ordentlich arbeiten. Darüber kann man sich  empören, so wie ich auch, denn schließlich wird der Mann ja von uns dafür *bezahlt*, dass er die Geschicke aller Bürger lenkt, auch die derjenigen, die vielleicht nicht so privilegiert sind wie er. Dabei hat der Mann in meinem Fall sogar recht: Ich bin faul.

Im Netz hatte ich irgendwo gelesen, dass die Teilstrecke des E8 zwischen Dinkelksbühl und Wittelshofen eintönig und langweilig sei, diese Beurteilung dankbar aufgesogen und beschlossen, sie nicht auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Am Vormittag fährt nur ein Bus, und das auch noch relativ spät, so dass in der Phantasie der Wanderin noch reichlich Zeit bleibt, durch Dinkelsbühl zu streifen. Ein kleiner Versuch wird unternommen, aber die Faulheit siegt.
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Im Bild hinten zu sehen der Faulturm von Dinkelsbühl. Ein Wink des Schicksals: An dieser Stelle beschließt Cool Walking, es gut sein zu lassen und allmählich und gaaanz langsam Richtung Busbahnhof / ZOB Schwedenwiese zu schlendern

Man kann gar nicht langsam genug gehen und nicht genügend Fotos machen: Der ZOB wird vorzeitig erreicht.

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Auf dem Weg zum Bus bietet sich von der Brücke über die Rohrach ein letzter schöner Blick auf die Außenanlagen von Dinkelsbühl

Es ist wirklich sehr kurios: Etwa 10 Minuten vor der planmäßigen Abfahrt biegt der Bus ein und verschwindet um die Ecke im Wendehammer. Von dort aber taucht er nicht mehr auf. Wenn man nicht wüsste, dass er da ist, man könnte meinen er sei schon längst abgefahren. Die Zeit verstreicht. Schließlich, mit 15 Minuten Verspätung, kommt er angeschlichen. Der Fahrer kennt die Haltestelle Wittelshofen nicht, muss extra nachsehen. Aber dann kann es losgehen, und zwar mit recht flottem Tempo.
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Auf der Busfahrt durchs Fenster fotografiert: Sinnbronn mit seinem Sportflugplatz, wo der E8 vorbeiführt 

Einige der Stationen unterwegs, für die die Hauptstraße verlassen werden müsste, werden erst gar nicht angesteuert (Obermichelbach z.B. - ich stelle mir vor, wie dort an der Haltestelle ein fluchender Wanderer steht). Wittelshofen wird erreicht. Verspätet zwar, aber immerhin.
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Bushaltestelle Wittelshofen mit Objekt des heutigen Interesses im Hintergrund 

Im Rest dieses Beitrags lasse ich hauptsächlich die Bilder sprechen.
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Bei einem Wanderparkplatz mit - logisch - der üblichen Infrastruktur (Sitzbänke, Picknickplatz, Regenschutzhütte) beginnt der Aufstieg, neben dem abgebildeten Fahrzeug rechts zu sehen 

Hier muss eingeschoben werden, dass der Hesselberg wie ein Solitär mitten in der platten Landschaft steht (Link führt zu Wikipedia - hier liest man allerlei Wissenswertes, das man gerne vorher gewusst hätte - wobei: Dann wäre man vom Berg wohl gar nicht mehr runtergekommen). Zu erwarten sind also tolle Panoramen. Schon bei geringer Höhe geht es los.

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Man ist noch gar nicht weit aufgestiegen, da reicht der Blick schon weit. In diesem Fall Richtung Südosten 

Es geht zwar beständig bergauf, aber ohne besondere Herausforderungen.
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Am Wegrand immer wieder Sitzbänke, von denen man die Aussicht betrachten kann 

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Über Wiesenwege und Streuobstwiesen 

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Blick zum Ausgangspunkt der heutigen Wanderng, nach Wittelshofen

Am Wanderparkplatz war ein geologischer Lehrpfad angekündigt - so kommt es, dass alle paar Meter Tafeln über die geologische Beschaffenheit des Bergs informieren.

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An dieser Stelle kann man quasi in den Berg blicken. Infotafel und Sitzbank (im Rücken der Fotografin) runden das Erlebnis ab

Ein paar ...
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... Stufen noch geht es bergan, ... 

... dann ereicht man eine wunderbare Lichtung mit schönen hohen Bäumen.
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Lichtung auf halber Höhe am Hesselberg 

Der Weg geht jetzt eine ganze Zeitlang angenehm ohne Steigungen weiter, in einem Wald kann man sich abkühlen.
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Waldweg zum Gipfel des Hesselbergs 

Gerade, als man denkt, das könnte jetzt ewig so weitergehen, da kommen sie:
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Ja, es wird noch mal richtig steil auf diesen Stufen - Verschnaufen kann man bei der Tafel, die am rechten Bildrans zu sehen ist, und sich gleichzeitig über die geologischen Gegebenheiten an dieser Stelle informieren (geologischer Lehrpfad!)

Und dann ist man oben angekommen.
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Der Hesselberggipfel befindet sich links des Funkturms 

Bis dorthin folgt man einem schmalen Pfad, der auf dem Grat des Berges entlangführt. Ausblicke in alle Richtungen.
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Auf dem Hesselberg steht übrigens ein in Fachkreisen weithin bekanntes evangelisches Bildungs- und Seminarzentrum, das man von oben betrachten kann - der Wanderweg führt nicht daran vorbei. Der Ort im Bild ist Gerolfingen, wo es übrigens auch eine Übernachtungsmöglichkeit gegeben hätte - von dort aus wäre man in dem Fall auch hinaufgekommen auf den Berg, allerdings nicht auf dem E8

Ein Stück lang spaziert man noch mal ...
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... durch einen Wald 

Schließlich hat man den Gipfel erreicht.
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Schöne Sitzbank oben droben auf dem Hesselberg - mit Panorama, natürlich 

Cool Walking ist mal wieder erstaunt, dass - obwohl man unterwegs nur zwei, drei Leuten begenet ist - sich hier oben doch allerlei, teilweise auch gar nicht mal so sportliche Menschen tummeln.

Sportlichkeit ist Trumpf, das kann man jedenfalls von einem Trailrunner sagen, der locker daherjoggt. Es entspinnt sich ein netter Plausch mit Peter, so heißt er, er interessiert sich dankenswerterweise für meine Wanderungen :-)

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Blick vom Gipfel in nördliche Richtung. Auf dem Bild zu sehen: Der Berg ist in Teilen großflächig bedeckt mit Magerrasen mit den dafür typischen Wacholderbüschen

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Rückblick: Vor wenigen Minuten noch ist man über diese Kuppe gewandert 

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Ein paar Meter weiter das Gipfelkreuz. Hier ruhen sich zwei Radlfahrer aus 

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Ein wenig abseits, aber immer noch in Gipfelnähe hat sich ein Senior zum Lesen niedergelassen 

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Kein Wunder: Der Blick nach Süden (mit Gerolfingen und Aufkirchen) macht einfach nur Spaß

Des Rätsels Lösung folgt - im Fall von Cool Walking - auf dem Fuß:
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Ein Motorradfahrer ruht sich von den Strapazen der Auffahrt aus - der Kiosk ist allerdings geschlossen. Dies ist ein Wander-, oder besser: Gipfelparkplatz

Im weiteren Verlauf passiert man die Osterwiese. Wikipedia schreibt im weiter vorne verlinkten Eintrag: "Touristisch am bedeutendsten ist die als Osterwiese oder Röckinger Berg bezeichnete, waldfreie, östliche Hochfläche. Dieser Abschnitt dient als Startplatz für Modellflugzeuge und Drachenflieger und als Aussichtsplattform zum Wandern und Flanieren. An besonders klaren Tagen können sogar die Alpen mit der Zugspitze erkannt werden." Und tatsächlich: Auf dem Flugplatz für Modellflugzeuge sind heute zwei Modellflugzeugsportler zugange.

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In den Höhen des Hesselbergs, voraus die Osterwiese

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Hier beginnt bereits der Abstieg - die Ortschaften: Röckingen (unten im Vordergrund) und Wassertrüdingen (etwas weiter hinten), das Ziel der heutigen Wanderung

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Weg über die Osterwiese 

Der Abstieg erfolgt ohne Ausblicke ...

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... durch einen Wald, ...

... und führt vorbei am Schlössleinsbuck (562 M), dessen höchste Stelle man aber nicht wahrnimmt. Im oben verlinkten Wikipedia-Eintrag lesen wir: "Der sagenumwobene, östlichste Ausläufer des Hesselbergs ist stark bewaldet und trägt die Bezeichnung Schlössleinsbuck. Diese kleine Bergkuppe wird auch als der „Kleine Hesselberg“ bezeichnet. Der Röckinger Berg und der Schlössleinsbuck werden durch das Druidental getrennt". Im Bild unten befindet man sich also möglicherweise im Druidental ...

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Am Hesselberg beim Schlössleinsbuck - bei feuchter Witterung besser den Wanderstock benutzen (Wurzeln, glatte Steine usw.)

So schnell man hinaufgekommen ist, so schnell ist man auch wieder unten.
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Ist hier irgendwo ein Berg? 

Witzig: auch hier wieder ...
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... Automobilist steuert Picknickstelle an, bleibt in seinem schönen Gefährt im Schatten eines Baums sitzen und erholt sich 

Es folgt ...
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.. ein letzter Blick auf den Hesselberg, ... 

... dann kommt man schon an Röckingen vorbei, von wo aus - wenn man hier schon genug hat vom vielen Laufen - einen (! es fährt am Nachmittag nach meiner Erinnerung nur einer) Bus nehmen kann nach Wassertrüdingen.

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Landschaft unterhalb des Hesselbergs bei Röckingen (Ort im Hintergrund)

Ja, die restlichen Kilometerchen nach Wassertrüdingen ziehen sich ein wenig, und man ist erstaunt über die vorstädtische Bebauung der Ortes, als man ihn erreicht.

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Diesen Siedlungstyp kenne ich als Nachkriegsbauten für Army-Angehörige. In der Nachbearbeitung dieses Beitrags ist aber nichts zu finden, auch nicht im Zusammenhang mit der "US Army Relay Station" auf dem Hesselberg nach dem Krieg. Also vielleicht Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen nach dem Krieg oder für Mitarbeiter des Schwarzkopfwerks am anderen Ortsausgang, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Wassertrüdingen aufgebaut wurde. Mich interessieren solche Sachen ...

Auch hier zieht sich der Weg ein bisschen, bis man schließlich beim Friedhof in die Innenstadt von Wassertrüdingen abbiegt. Der E8 geht - wenn man nicht hier übernachtet - geradeaus weiter und führt nicht durch das Zentrum.

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Durch das Obere Tor gelangt man in die Altstadt von Wassertrüdingen

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Der Marktplatz von Wassertrüdingen

Raststationen

Während des Anstiegs zahlreiche Möglichkeiten, zu rasten und zu blicken.

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Sitzbank in den Streuobstwiesen am Hesselberg 

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Noch eine schöne Sitzbank - beispielhaft herausgegriffen

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Toller Rastplatz auf etwas mehr als halber Höhe 

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Man ist zwar noch nicht oben, aber der Blick kann sich sehen lassen 

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Einsame, windumtoste Sitzbank bei der Osterwiese - Blick Richtung Süden

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Auch beim Abstieg kann man rasten. Und picknicken. Hier beginnt wohl das oben im Beitrag erwähnte Druidental

Gewohnt habe ich im "Radlhotel" in Wassertrüdingen. Praktischerweise habe ich dort auch den Abend verbracht und gegessen. Aus meiner Sicht empfehlenswert - nette Betreiberin.

Flora und Fauna

Dieses hier ist zwar kein Wildtier, aber trotzdem lieb:

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Dem Wauwau fehlt ein Bein, aber er läuft wacker durchs Leben - fotogen ist er auch noch

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Diese Schafe lassen sich nicht vom Grasen abhalten

Offenbar kriechen sie im Herbst oder zumindest nach dem Sommer aus ihren Löchern oder sonstwoher: Hirschlausfliegen und Zecken. Speziell befallen das Waldgebiet beim Schlössleinsbuck. Abends noch ein Biest vom Hals gepflückt, alle Kleidungsstücke inklusive Hut und zusätzliches Band untersucht - mit dem Ergebnis, dass morgens nach Haar- und Körperwäsche ein weiteres Exemplar im Gesicht herumkrabbelt. Grrr.

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