Zwei Tage in einer Wanderung - erst ein kleiner Rundgang durch Schleswig, im Anschluss mit dem Bus nach Haithabu. Museumsbesuch und weiter über den Margarethendamm nach Danewerk. Wie man von dort zu Fuß nach Dörpstedt kommt, lest Ihr weiter unten.
Der Rundgang durch Schleswig und bei der Wikingesersiedlung Haithabu wird in der Nachbearbeitung hier reingestellt. Der Weg von Schleswig nach Dörpstedt war in meiner Version 18,5 Kilometer lang, die in schnellen vier Srunden runtergerissen wurden
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Rund um Schleswig, Haithabu und Margarethendamm
Von Flensburg geht es mit dem Bus nach Schleswig, wobei die Route mehr oder weniger der Wanderung von 2018 folgt. Erinnerungen werden wach, man fragt sich, ob der originelle Laden in Süderschmeddeby, "Bäckerei Hansen" (was ja keine Bäckerei mehr ist, sondern ein Krämerladen), noch besteht. Und ja, der Bus fährt direkt daran vorbei.


Der Dom von Schleswig hat eine beeindruckende Größe - Name wird demnächst nachgereicht
Außen wie innen haben die Gestalter mit kontrastierenden Steinen gearbeitet, was aufwendige Bemalung überflüssig macht und dem Bau eine eigene Besonderheit verleiht.

Innenraum des Doms von Schleswig
Weiter geht es kreuz und quer durch die Altstadt mit verkehrsberuhigten Straßen und ansprechender Bebauung inklusive Einkehr in einem Café. Um schließlich in die allerseits empfohlene "Fischersiedlung Holm" zu gelangen. Da dieser Beitrag reich bebildert ist, wird hier nur ein Foto dieses Orts herausgegriffen:

Fischersiedlung Holm in Schleswig wegen hohen Touristenaufkommens ohne Mernschen praktisch nicht einzufangen
Schleswig steht voll und ganz im Bann der Wikinger, wegen der benachbarten ehemaligen Wikingermetropole Haithabu. Damit auch niemand diesen Umstand vergisst, haben sogar die Ampelfiguren Wikinger-Style:

Fußgängerampel in Schleswig
Der Fußweg nach Haithabu wurde bereits 2018 gelaufen, daher wird diesmal der Bus genommen. In wenigen Schritten ist man im Museum. Die geschichtsinteressierte Autorin muss allerdings bemerken, dass man keineswegs die allseits angegebenen 3-4 Stunden für den Besuch des Museums und der Freiluftanlage (Nachbau einer Wikingersiedling) benötigt - bestenfalls zwei Stunden. Erschwerend kommt dazu, dass es keine Übersichtskarte gibt und das die Beschriftung der Exponate wegen sehr mangelhafter Beleuchtung praktisch kaum lesbar ist. Wohl dem, der eine Handytaschenlampe (mit ausreichend Akkuladung) dabei hat. Interessant ist es allemal, allein es fehlt eine Einordnung am Eingang. Dass nicht erwähnt wird, dass die Wikinger keinesfalls friedliebende und nette Leute waren, ist ein weiteres Manko.

Die "Wikingersiedlung" ist reichlich einen Kilometer vom Museum entfernt, der Spaziergang dorthin ist vergnüglich
Wie geschrieben, es gibt keinen Übersichtsplan, entgegenkommende Menschen erklären, dass das Dorf dort ist, wo ein Steg ins Wasser hineinreicht.

Adleraugen erkennen hier am Ufer einen Steg - das Haddebyer Noor, das Cool Walking bereits 2018 kennengelernt hat
In der Siedlung wird wundersamerweise keine Eintrittskarte verlangt. Es herrscht Hochbetrieb - die Nachbildung der Häuser mitsamt Inneneinrichtung ist sehr gelungen.

Nachbildung eines Wikingerhauses in Haithabu (oben) und Inneneinrichtung (unten). Dargestellt wird Wohnen und Arbeiten der damaligen Bevölkerung

Ob die Holzbeplankung nur für Besucher installiert wurde oder ob schon damals die Wikinger keine schmutzigen Füße bekommen wollten, ist mir nicht bekannt.

Unterwegs in der Wikingersiedlung Haithabu bei Schleswig
Wer in der Schule aufgepasst hat, weß natürlich, dass die Wikinger erfolgreiche Seefahrer wahren - ihrer Zeit einiges voraus. Der Nachbau des Uferstegs kann schlechterdings nicht den Fernhafen darstellen, ist jedoch gut für tolle Aufnahmen.

Schönes Haddebyer Noor. Ich rate mal: Weder mit dem Boot oben, noch mit dem Gefährt unten sind die Wikinger Richtung Amerika aufgebrochen ...

Der Einstieg in die Westvariante des Europäischen Fernwanderwegs E1 in Schleswig-Holstein erfolgt direkt bei der Wikingersiedlung.

Über Treppen geht es hinauf auf den Wall, der Haithabu umgeben hat und der in verschiedenerlei Ausformungen etwas verzweigt weiterführt zum Danewerk (ebenfalls ein Wall)
Bis zum Danewerk geht man auf dem Margarethenwall, einmal unterbrochen in einer Ortschaft, Busdorf, wo sich ein Runenstein befindet, der wiederum nicht gesehen wurde.

Oben und unten: Unterwegs auf dem Margarethenwall zum Danewerk

Cool Walking hat diese Wanderung direkt an den Besuch von Haithabu angeschlossen, man kann von Danewerk bzw. von Schleswig Bahnhof mit dem Buss in die Stadt zurück fahren. Oder im schönen (und empfehlenswerten) "Odin's" einkehren (Bushaltestelle gleich beim Restaurant) - Cool Walking ist dort bereits 2018 eingekehrt.

Der E1 führt bis Danewerk Lüttredder an der Fahrstraße entlang
Der E1 führt an der genannten Bushaltestelle vorbei vorbei und von dort direkt zum Wall.

Über diese schöne Landschaft am Danewerkwall werde ich Näheres nach meiner Rückkunft berichten
Von nun an läuft man auf dem Wall.

Der E1 auf dem Danewerkwall hinter Danewerklüttredder
Landschaftlich abwechslungsreich - hier ein Waldstück, und angenehm zum Gehen. Allerdings wird das Erlebnis beeinträchtigt durch erheblichen Lärm der Militärflieger, die heute eifrig am Üben sind.

Walk auf dem Hauptwall Danewerk und Haithabu
Wegen Instandsetzungsarbeiten geht es vom Wall hinunter, man läuft eine Weile parallel dazu, bis die Attraktion kommt, die Mauer:

Nachbildung oder Original oder beides? Wird in Erfahrung gebracht!
Kurz drauf ist links ein Hügel zu erkennen, eine Schanze, die betreten und erkundet werden kann. Viel mehr als ein Aussichtspunkt wird allerdings nicht geboten.

Eine Leiter führt hinauf zur Aussichtsplattform
Von dort kann man wahrlich weit schauen, kein Hügel und keine Erhebung stört den Fernblick. Ideal für die ollen Wikinger und alle, die es ihnen nachtun wollen.

Blickrichtung Süden - von der Wikingerschanze beim Danewerk (oben). Und in Laufrichtung (Bild unten), auf den Mittelwald auf dem Danewerk

Besagter Mittelwald ist schnell erreicht.

Walk durch den Mittelwald auf dem Danewerk-Wall Richtung Dörpstedt
Nach dem Verständnis der Wandersfrau geht es nun weiter auf dem Margarethenwall.

Der E1 am Margathenwall, einmal links davon (Bild oben, mit schönem Heidekraut) und dann wieder rechts davon (Bild unten)


Der Himmel zieht sich zu, der Weg verspricht, direkt ein wenig langweilig zu werden
In Dörpstedt steht eine Busverbindung zurück nach Schleswig (Unterkunft!) zur Verfügung, die im Zweistundentakt verkehrt. Eine für Cool Walking typische Überlegung reift: Warum nicht den früheren Bus nehmen - einfach einen Zahn zulegen, sollte doch zu schaffen sein.

Die folgenden ca. acht Kilometer verlaufen auf Asphalt


Raststationen
In einer Stadt wie Schleswig kann man sich überall hinplumpsen lassen und entspannen - Cafés, Sitzbänke und dergleichen reichlich vorhanden. Mir gefiel der unten abgebildete Platz ganz gut - wegen: Aussicht.

Ein wenig zugig ist es hier schon - auf den Holzsofas am Hafen in Schleswig, kurz vor der Fischersiedlung Holm. Aber es gibt ja auch Tage, an denen es weniger windig ist

Die letzte ihrer Art - kurz vor Erreichen von Kurburg (Bushaltestelle!)

Erholungsareal bei der Bushaltestelle Kurburg
Gewohnt habe ich zwei Tage im "Alter Kreisbahnhof" in Schleswig. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, das Haus hat mir sehr gefallen. Man hätte sogar noch eine Nacht dranhängen können und von bzw. nach Erfde mit dem Bus fahren können.
Flora und Fauna
Cool Walking hat sich mal wieder über die lustigen Genossen auf den Wiesen rund um Haithabu und Danewerk gefreut.

An der Wiese mit diesen Rindern steht ein Schild - es handelt sich nicht um gemeine Galloway-Rinder, sondern um was Spezielles. In einer Art Wikingertradition

Wiederholung: An der Wiese mit diesen Schafen steht ein Schild, das darauf hinweist, dass es sich dabei um eine spezielle Rasse ganz in Wikingertradition handelt. Die Tiere sind wegen der vielen Touristen vollkommen abgeklärt und würdigen die doofen Menschen keines Blickes

Nachbildung eines Original-Wikingerschweins, bei der Wikingersiedlung

Wohingegen diese Schafe direkt ein bisschen überaufmerksam sind. Zunächst versprengt auf dem Gras vor sich hinfressend, erheben alle wie auf Kommando den Kopf und kommen auf den Menschen am Zaun laut blökend zugerannt. Zum Zeitpunkt der Aufnahme (ja, das Handy ist nicht so schnell bei der Hand) hat sich die Aufregung schon wieder gelegt

Großes Interesse am Zaungast haben diese Jungrinder

Der meistfotografierte Baum von Haithabu - er steht an der Promenade zum Museum
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