Kleine Tour mit Abstecher nach Dänemark - ein Versäumnis von meiner ersten Tour 2018, das nun nachgeholt wird. Während etwa 10 Kilometern geht es anstrengungs- und steigungsfrei von der dänischen Grenze bei Krusau nach Flensburg hinein.
Der Abstecher nach Kupfermühle wird von Experten empfohlen und verlängert die Tour um ein, zwei Kilometer
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Wald und Meer
Zum Ausgangspunkt dieser Wanderung, die - wenn man sich Zeit lässt - einem ausgiebigen Spaziergang gleichkommt, nimmt man den Bus. Wenn man eine Station vor Krusau aussteigt, am Kiosk Kupfermühle, gelangt man in wenigen Schritten hinein in dieses Dorf. Eine nennenswerte Infrastruktur kann dort nicht erkannt werden - aber es gibt malerische Anblicke:

Die eine Straße in Kupfermühle lädt ein zum Fotografieren. Das Wetter spielt auch mit
Der Ort war wohl einstmals dänisch, was sich auch an der Büste der dänischen Königs Christian IV. bemerkbar macht.

Die Büste des dänischen Königs, deutlich sichtbar an einer Häuserwand
Details zu diesem Ort sollen noch folgen, wer zur rechten Zeit (nämlich einer der Öffnungszeiten) in Kupfermühle ist, kann sich im Museum mit der Geschichte und den Besonderheiten des Dorfes vertraut machen.

Das Museum Kupfermühle
Von hier aus geht es vorbei an einem Schrotthändler, der auf Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz spezialisiert ist (siehe bei "Flora und Fauna"), auf einen Fußpfad, der zu einem Wanderweg jenseits der dänischen Grenze führt. Ein Zaun markiert den Grenzverlauf, ist gleichzeitig Einzäunung für ein Wildgehege.

Man geht durch das kleine Tor und steht auf dem E6 und gleichzeitig dem Gendarmsti (Gendarmenstieg):

Die Freude über diesen schönen Weg wird intensiviert durch interessantes Ast- und Baumewerk am Wegesrand (siehe auch "Raststationen").

Oben: Zersägte Figur - man fühlt sich erinnert an Zauberstücke auf Jahrmärkten. Unten: Eindruck vom Weg

Besonders begeistert ist die Wandersfrau darüber, dass hier Knallert verboten sind!

Fahrräder (vermutlich auch E-Bikes) erlaubt, Knallert verboten. Vorbildlich
Das Andreaskreuz steht an dieser Stelle vermutlich für den Europäischen Fernwanderweg E6 und nicht für den E1, der darunter abgbildete Gendarm für den Gendarmenstieg.

Originelle Wegkennzeichnung, wobei: Das Kreuz ist schnell mal auf einen beliebigen Gegenstand am Wegrand appliziert, der Gendarm hingegen verlangt schon etwas Kunstfertigkeit - oder eine Schablone
Der Ausflug nach Dänemark währt nur kurz, bald schon ist man an der deutsch-dänischen Grenze an der Fahrstraße angelangt, was sich durch allerlei kommerzielle Angebote bemerkbar macht. Im Bild: Eine Spielothek:

Der Blick schweift umher, denn in Fachpublikationen (z.B. Wanderführer) ist die Rede von eine Rolltreppe ins Nirgendwo, die, passend, nicht in Betrieb ist oder noch nie in Betrieb war. Ich vermute mal, dass es sich um eine Geisterinstallation handelt, denn trotz einigen Herumsuchens konnte sie nicht ausfindig gemacht werden. In einiger Entfernung wehen die Fahnen der skandinavischen Länder über der Fahrbahn und es ist festzustellen, das der bayerische Minsterpräsident kein Alleinrecht auf Grenzkontrollen hat: Die Dänen kontrollieren auch (die Deutschen an dieser Stelle übrigens nicht). Ein Weg zweigt ab nach rechts und man betritt wieder deutschen Boden.

Der E1. Vor wenigen Metern hat man wieder deutschen Boden betreten
Ein Feldweg führt vorbei an Feldern, Betriebshöfen und und verlassenen Häusern.

Was könnte das gewesen sein - einsam in der Landschaft

Bitte merken: So sieht es aus an der deutsch-dänischen Grenze (dänisch: grænsen)
Bevor man sich zu freut über den schönen breiten Weg, kommt dieses Arrangement:

Der Besitzer des benachbarten Hauses hat wohl die vielen Irrläufer satt gehabt und den Einstieg in den Trampelpfad, auf dem der E1 in der Folge verläuft, sehr klar und unmissverständlich markiert
Es geht nun ein ganzes Stück über einen teilweise mit Brombeersträuchern und Brennesseln zugewucherten Pfad durch den Wald - er ist immerhin noch erkennbar und gangbar. Schließlich mündet er in einen breiten Waldweg.

Waldweg vor Erreichen der Küste
Man passiert einen Minigolfplatz, der recht hübsch angelegt ist, ein Senior übt hier seine Geschicklichkeit. Und dann gelangt man an einen sehr hübschen Platz - Sitzgelegenheit vorhanden (bei "Raststationen").

Blick auf die Förde - es ist nicht kalt, dennoch nur ein paar Spaziergänger(innen), Senioren meistenteils, die miteinander ins Gespräch kommen - ja, auch ich werde angesprochen von einem älteren schwäbischen Paar
Ein Stücklang spaziert man am Wasser entlang - heute dramatisch unterlegt mit Donnergrollen, zeitweise garniert mit heftigem Regen.

Der E1 kurz hinter Wassersleben - bald schon wird man Flensburg erreichen
Das Dänische ist hier offenbar recht beliebt:

Ich rate mal: ein Ruderclub - schön in Weißblau gehalten

Das Unwetter hat sich schnell verzogen und die Militärakademie auf der anderen Seite der Förde, die zeitweise im Wassernebel verschwunden war, ist wieder sichtbar
Der E1 führt nun einen Hügel hinan auf einer recht unattraktiven Straße in die Nordstadt von Flensburg. Viel Verkehr und damit einhergehender Abgasgeruch und Lärm. Es gelingen ein paar Bilder von Siedlungshäusern aus unterschiedlichen Epochen, die allerdings nicht wirklich aussagekräftig sind. Man hat mittlerweile eine durchaus beachtenswerte Höhe erreicht:

Dieser Blick hinunter erinnert mich ein wenig an eine Stelle in Nizza, wo die Wandersfrau unlängst herumspaziert ist (Bild wird zur Veranschaulichung eventuell nachgereicht)
Allmählich kommt man in eine weniger verkehrsreiche Straße, an deren Ende diese imposante Eiche steht:

Gedenkstelle für Kriegshelden, der kleine Platz ist dekoriert mit Mühsteinen - eine Sitzbank ist ebenfalls vorhanden
Das mit den Mühlsteinen hat auch einen Grund: Wenige Meter entfernt steht eine historische Windmühle.

Die Bergmühle in Flensburg - Infos sollen noch folgen

In München verboten, in Flensburg Lifestyle: Grill auf dem Balkon. Unten: In München nicht verboten: kontemplieren vor Kunst (Bild unten)

Cool Walking gesteht, die Kirche St. Petri nur von außen betrachtet zu haben.

Evangelische Kirche St. Petri - Info folgt






Raststationen
Sehr müde wird man auf diesem Wegstück nicht, aber der eine oder andere Ort lädt dann doch zum Verweilen ein. Zum Beispiel diese eher etwas ungemütlich Sitzbank unter einem ...

... Baum mit Herz in der Rinde

Rastplatz der Extraklasse am Strand von Wassersleben

Beispiel für eines der Strandlokale bei Wassersleben

Bildnis des Braumeisters (wie heißt er noch gleich?) im Hansen's in Felnsburg
Flora und Fauna
Bekanntermaßen haben sich die Möwen in den norddeutschen Städten darauf spezialisiert, Touristen das Essen aus der Hand oder vom Teller zu stehlen. Früh übt sich:

Diese Möwe ist noch jung, obwohl sie schon erwachsen aussieht. Sie bringt sich in Stellung, als die Wanderin auf ihrem Waldsofa die Pausensemmel auspackt, stolziert auf und ab und überlegt Taktiken des Touristenbrötchenstehlens. Ein aufgespannter Regenschirm sorgt zwar für Verwunderung, hält das schlaue Federtier aber nicht vom Vorhaben ab. Cool Walking indessen kann die Mahlzeit erfolgreich und komplett vertilgen

Ist in Echt auch am Essen interessiert. Hier aber steingeworden und somit ungefährlich - in jederlei Hinsicht

Blüten am Straßenrand

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