Der Walk ist relativ kurz, da der Vormittag für einen kleinen Stroll durch Passau genutzt wird. Eine lohnende Sache. Während der gesamten Wanderung hat man immer wieder die weithin sichtbare Veste Oberhaus im Blickfeld. Ohne Anstrengung geht es aber nicht: Es gibt mindestens einen unangenehmen Anstieg vor Thyrnau.
11,3 km, knapp 3 Stunden, erstaunliche 420 Meter im Anstieg
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Schöner Walk mit vielen Ausblicken und mit kleinen Tücken am Schluss
Passau zeigt sich vom Frühstücksraum meiner Unterkunft schon am frühen Morgen von einer für die meisten Passau-Besucher ungewöhnlichen Seite:

Über den Dächern von Passau - Blick auf den Dom St. Stephan
Auch zu anderen Seite hin schöner Ausblick:

Durch das Fenster fotografiert, wirken die Veste Oberhaus sowie der Turm des Rathauses milchig
Passau kann in der kurzen Zeit, die ich dafür eingeräumt habe, nicht erkundet werden - es wird lediglich einen kleinen "Rund"gang geben, mit Fokus auf die Flüsse, für die die Stadt bekannt ist.

Los geht es in der Höllgasse in Passau
Passau-Interessierte mögen sich Profibilder im Netz ansehen - oder am besten gleich direkt hierher reisen. Idealerweise zu Fuß! Von der Steingasse aus geht es zum Residenzplatz und von dort zum Dom St. Stephan. Dieser ist wahrlich eine Schau, wird derzeit aber innen und außen renoviert.

Blick in den Stephansdom von Passau - sehr bunt und sehr erleuchtet
Über einen der Durchgänge und eine Treppe gelangt man zum Inn - der in Passau in die Donau fließt.

Erst Innpromenade, hinter der Marienbrücke Innkai
Heute ist einiges los, vor allem Jogger und Walker sind zugange.

Schaiblingsturm mit Jogger - rechts die letzten Meter des Inn
Hin und wieder führen schmale Gassen hinauf in die Altstadt.

Das Schwabgässchen
Schließlich kommt man zum Dreiflusseck, einer dreieckigen Halbinsel, an der drei Flüsse zusammenfließen: Inn, Ilz und Donau.

Die Spitze des Dreiflussecks
Hier gibt es auch ein Denkmal "Den Opfern der Donau", man macht eine fast 360-Grad-Wende und läuft wieder westwärts, am Anlegekai für die Donauschifffahrt entlang. Hier begegne ich Micha, der mit seinem Fahrad Fernradltouren unternimmt, derzeit unterwegs von Thüringen nach Wien. Wir wünschen uns gegenseitig einen guten Weg und ziehen weiter.

Bei der Anlegestelle, gegenüber fließt die Ilz - die ja ergiebig abgewandert wurde - in die Donau. An der linken Ecke zu sehen die Veste Niederhaus (unten) und die Veste Oberhaus (oben, logisch)

Dies hier ist ein Passagierschiff, mit dem man auf Donauschifffahrt gehen kann. Es ist unendlich lang, um genau zu sein: 135 Meter!
Die ganze Nation kennt die lustigen Wortschöpfungen im Zusammenhang rund um die Donaudampfschiffahrt. Das Element kann man heute getrost weglassen, aber die Donauschifffahrt ist durchaus nennenswert. Je nachdem, wie der Wasserstand ist.

Hier fährt die "Gisela"
An dieser Stelle beginnt die Fortsetzung des E8 Richtung Österreich. Zunächst muss man über die Donau (hier noch nicht mit den beiden anderen Flüssen zusammengeflossen).

Und zwar über die Prinzregent-Luitpold-Brücke
Von dieser Brücke aus und rund herum können die tollsten Passau-Bilder gelingen.

Passau oder Venedig?
Und zwar in beide Richtungen.

Blick Richtung Osten zum Dreiflüsseeck
Auf der drüberen Seite muss man noch über die Ilz, dann hinauf durch die Kirchgasse der Ilzstadt zu St. Bartholomäus.
Der Weg führt in das Areal der Kirche:

Von der Kirche St. Bartholomäus in der Ilzstadt hat man einen hübschen Blick auf die Veste Oberhaus
Zunächst geht es weiter Am Goldenen Steig.

Mutet sehr südlich an, das hier
Es geht über in einen ...

... Hohlweg, genannt Am Säumertor, dann weiter ...
... hinauf zum Klosterberg.

Hier hat man die ersten 100 Höhenmeter hinter sich
Man ist am Aussichtspunkt Obersölden. Hier oben hält sich jemand Haustiere unterschiedlicher Art: Rinder (siehe auch oben), Hühner, Pferde und Ponys sowie ...

... Esel - siehe auch die Rubrik "Flora & Fauna"! Weg bei einem Hof in Obersölden
Ein Stücklang geht es an Häusern von Ober- und Untersölden vorbei, wobei man einen Blick Richtung König-Maximilian-Höhe mit dem vorgelagerten Kellberg bekommt

Oben auf dem Hügel Kellberg mit seiner Zwiebelturmkirche, dahinter die König-Maximilian-Höhe (nächster Beitrag!)
Einen knappen Kilometer zieht man durch den Wald.

Waldweg Richtung Thyrnau
Er endet bei einer schmalen Straße, wo man ein "Kunstwerk" bewundern kann:

Info: Rechts neben diesem Frosch steht eine Sitzbank mit gar nicht mal so üblem Ausblick:

Hübsche Wiese und Bäume, auf der Straße hin und wieder ein dahinkriechendes Auto
Der einmal eingeschlagene Weg geht in derselben Art weiter:

Fußpfad nach Ziegelreuth
Vom nun folgenden Ort Ziegereuth gibt es keine Bilder - dabei ist er gar nicht mal so klein. Es folgt ein Weiler namens Witzmannsberg (nicht bemerkt), dann führt der Weg in unterschiedlichen Breiten und Bodenbeschaffenheiten währen knapp zwei Kilometern vorbei an einer riesigen Kiesgrube - die man vom Weg aus aber weder hört noch sieht.

Wanderweg hinter Ziegelreuth
Der Wald hört auf und man sieht Thyrnau - sowie die Straße, die dort hinaufführt.

Links im Bild eine - vor allem von Lkws - stark befahrene Straße, die man später noch hinaufgehen muss. Nach Thyrnau nämlich, direkt voraus zu sehen
In einer Mulde liegt die Schwarzmühle sowie eine Kapelle (siehe auch "Raststationen").

Der E8 kurz vor der Schwarzmühle bei Thyrnau
Einen halben Kilometer muss man nun die Fahrstraße hinauflaufen - die vorhin erwähnten Lastwagen bedienen offenbar die Kiesgrube. Es gibt keinen Fußgängerstreifen, die Automobilisten haben es sehr eilig, eins ums andere Mal muss man beseite springen. Schließlich kann man links auf einen Feldweg ausweichen.

Vom Aufstieg nach Thyrnau kann man die Kiesgrube sehen - und den Brotjacklriegel!
Thyrnau wird von einem großen Gebäude beherrscht, der Zisterzienserinnenabtei St. Josef:

Das Nonnenkloster in Thyrnau kann man schon aus der Ferne erkennen - hier die Ansicht beim Eingang
Hinter Thyrnau muss man noch eine große Fahrstraße queren, dann biegt Cool Walking hinter ein paar Teichen links ab hinein in den Golfplatz, denn dort ist die Unterkunft. Die üblichen Schilder ("fliegende Golfbälle" usw.), Golfspieler beim Golfspielen.

Vorbei geht es an golfspielenden Golfern, ...
... dann ist das Ziel erreicht.
Raststationen
Der Weg ist kurz, das Bedürfnis nach einer Rast nicht so groß.

Am Innkai und am Dreiflüsseeck gibt es Sitzbänke - klar. In der Stadt: Gasthöfe, Cafés und alles, was das Herz begehrt

Bei dieser Kapelle bei der Schwarzmühle wurde ein kurzer Boxenstopp eingelegt. Pause muss sein!

Der "Landgasthof Grinninger" in Thyrnau bietet Speis und Trank sowie offenbar auch Zimmer
Gewohnt habe ich im "Anetseder Landhotel, Lofts & Golf" auf dem Golfplatz von Passau bei Thyrnau. Gehört nicht zur günstigsten Kategorie, aber die Panoramaterrasse ist schon super, dort bekommen Bier und der Wein besonders gut. Belegschaft freundlich, Essen und Trinken gut, angenehmer Standard im Zimmer - und absolute Ruhe. Golfer machen keinen Lärm. Es gibt auch Stellplätze für Camper, evtl. auch Zelt möglich (weiß ich aber nicht).
Flora und Fauna
Rund um einen oder mehrere Höfe am Klosterberg konnte Kontakt zu Tieren aufgenommen werden.

Rinder. Immer neugierig

Hühner. Immer neugierig

Ziegen. Immer neugierig

Irgend so ein Pony. Verhalten neugierig

Esel. Sind sich selbst genug. Nicht neugierig

Kein Hummer. Trotzdem aggressiv

Seine Menschen haben ihn bestimmt lieb, diesen - hmmm, was eigentlich? Traktor?
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