Erst hinauf auf den Brotjacklriegel, dann teilweise steil hinab in den flacher werdenden südlichen Bayerischen Wald. Die Wege auf dieser Tour sind meistenteils gut zu gehen und bieten vor allem eines: Panoramen!
Auf der realen Wanderung wurden es 16 Kilometer mit 380 Metern im Anstieg und 690 Metern im Abstieg. Die App hat gemessen: 3:45 Stunden reine Gehzeit
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Auf den Brotjacklriegel hinauf und wieder hinunter
In Langfurth führt ab dem ehemaligen "Langfurther Hof" ein Wanderweg hinauf auf den Brotjacklriegel - der Höhenunterschied beträgt nur etwa 200 Meter, da man bereits auf über 800 Metern ist. Das Gespräch mit den kundigen Gasthofinhaberin ergibt, dass die in einem kleinen Umweg nach oben führende kleine Straße bequemer ist.

Rund um den Brotjacklriegel gibt es ein paar Skilifte - für uns Wandersleute eher weniger relevant

Handwerkszeug der Skiliftbetreiber: Schneekanonen. Ja, wenn's doch nimmer schneit!

Die kleine, nur von einzelnen Personen befahrene Straße, die hinaufführt auf den Brotjacklriegel, hat noch mehr Vorteile, als nur angenehm zum Dahinschlendern zu sein
Je höher man kommt, desto besser wird der Ausblick:

Auf diesem Bild zu sehen: oben links die Rusel, darunter die Kirche von Langfurth, rechts daneben der Gasthof "Ranzinger", rechts oben im Hintergrund der Große Arber ...

... und unten im Tal (v.l.n.r.) Lalling, Zueding, Rohrstetten, Hunding
Das letzte Wegstück geht durch den Wald.

Originelle Statue am Abzweig zum Brotjacklriegel
Hier ist der Weg so oder ähnlich wie der, auf dem der E8 verläuft. Man hat übrigens bereits den Sturmriegel (974 m) umrundet.

Fußweg durch den Wald zum Brotjacklriegel
Manche werden jetzt staunen: Auf dem Brotjacklriegel stehen zwei Türme und nicht bloß einer.

Der alte Turm beherbergt ein "Turm-Stüberl", in das man einkehren und den Moment in den Höhen über dem Bayerischen Wald genießen kann
Für alle, die mit dem Auto oder mit dem Fahrrad anreisen, gibt es außer der Einkehr im Turm zahlreiche Bänke, Picknicktische, Spielplatz und unterhaltsame Lehrtafeln. Damit man sich den Brotjackl auch in Echt vorstellen kann, wurde hier einer aufgestellt.

Der Brotjackl, wie er leibt und lebt. Und: Dass da in Infoschild an seinem Fuß befestigt ist, hatte ich nicht gesehen, sonst könnte ich noch mehr über diese Figur berichten
Und dann gibt es den zweiten, weithin sichtbaren Turm, einen Sendeturm. Dieser ist genauso wie das ältere Exemplar hinter Bäumen verborgen und daher praktisch unfotografierbar - wenn man nur vorbeiwandert.
Cool Walking strebt heute in die Ferne und macht sich an den Abstieg. Dieser ist bei weitem nicht so komfortabel wie der Aufstieg.

Der Abstieg erfolgt über den bewaldeten Osthang und ist zunächst unauffällig - schön kühl und angenehm
Irgendwann jedoch muss der eine Wanderstock aktiviert werden- es wird steil und steinig.

Andieser Stelle bilden zwei Felsen gewissermaßen ein "Tor" zu einer ...

... Steintreppe
Da wegen des geringen Niederschlags überall noch zentimeterdick trockenes Laub liegt, ist die Angelegenheit recht rutschig. Wer sich hier unfreiwillig "setzt", läuft Gefahr, sich beim Hinabgleiten Steiß und sonstwas zu brechen. Glücklicherweise ist die Gaudi bald zu Ende:

Der Weg endet oberhalb von Daxstein, man kann die nächsten Tagesziele von oben betrachten
Es folgt ein Intermezzo auf einer ...

... Straße, die bei einem ...

... ehemaligen "Berg-Hotel" ...
... übergeht in einen Feldweg. Es geht weiterhin bergab - in der Summe sollen es reichlich 600-700 Meter im Abstieg werden.

Blick vom E8 Richtung Süden, auf der Höhe von Daxstein
Ein kurzes Stück, bis nach Fradlberg, geht es durch den Wald.

Waldweg nach Fradlberg
Von dem kleinen Weiler Fradlberg bekomm t man nicht viel zu sehen, dafür bekommt man von dort aus einen ...

... ersten Blick auf Zenting, ...
... wo man unten angekommen sein wird.

Blick auf Zenting, vom Brotjacklriegel kommend
Zenting wird, wie so viele Orte, von einer Straße durchschnitten. Im Zentrum gibt es einen Brauereigasthof (siehe "Raststationen"), ansonsten ist es mehr oder weniger bestimmt durch den Autobahnzubringer von Grafenau, es gibt aber noch Bäckerei und Lebensmittelladen.

Der Frauenbund hat ein Büdchen in einem Hof aufgestellt
In Zenting hat man bereits etwas mehr als die Häfte der Wegstrecke hinter sich und ab nun soll es keine nennenswerten Auf- oder Abstiege mehr geben. Nun geht es durch ...

... ein Waldstück und ...
... freies Land, man passiert einen ...

... Hof namens Manzenreut ...
... und wendet sich der nächsten Ortschaft, Eizersdorf, zu.

Schöner Weg nach Eizersdorf - oben im Bild
Weil's gerade so schön ist, blickt man noch einmal zurück.

Von Eizersdorf aus hat man den perfekten Rückblick. Zu sehen ist der Brotjacklriegel sowie den Weg oberhalb von Daxstein, wo man vor kurzem noch gewandelt ist
Cool Walking steigt heute bei Thurmansbang aus dem Weg aus und es werden Überlegungen angestellt, wie man am schnellsten und möglichst barrierefrei dorthin gelangen kann. Ein Abzweig wäre in Lindau möglich.

Kapelle St. Leonhard in Lindau
Der beste Weg führt dem Eindruck nach nicht über den E8 mit Abzweig hinter Haundorf, sondern über Gingharting und die ...

... Ginghartinger Mühle
Womit schon klar ist, dass dieser Weg ausgewählt wird.

Über die Gärten von Gingharting blitzt noch einmal der Brotjacklriegel hervor (Bildmitte oben)
Es folgt ein weniger angenehmes Stück über die Schnellstraße, dann hat man Thurmansbang - das auch noch "oben" liegt", erreicht.

Maibaum und Hotel "Schürger" in Thurmansbang
Raststationen
Alternativen zur Auswahl.

Oberhalb von Langfurth - wenn man das Panoramasträßlein nimmt, kann man verweilen und auf Rusel und Großen Arber blicken. Am Automaten gibt es Wildtierfutter. Dieses muss man nicht selbst essen, sofern man kein: Wildtier ist
Oben auf dem Brotjacklriegel kann man sich lange aufhalten und entspannen. Man sollte nur bedenken: Man muss auch wieder runter von dort! (siehe auch Beitrag oben).

Wenn man es vom Brotjacklriegel runter geschafft hat, dann darf man hinter Daxstein pausieren und die Landschaft in südöstliche Richtung

Dieser Unterstand steht in Fradlberg

Der "Landgasthof Kammbräu" in Zenting (hier gibt es das Bier von Hacklberg, nicht von Kammbräu) hat heute nur für eine Seminargruppe geöffnet. Die nette Belegschaft nimmt mich dennoch auf - es ist heiß, ein alkoholfreies Weißbier im Schatten soll Abkühlung bringen. Dazu wird mir eine Pfannkuchensuppe kredenzt. Im Bild unter den Sonnenschirmen der Wirtsgarten, im Hintergrund der Kirchturm von St. Jakobus und Margaretha

Dieser idyllische Unterstand steht in Lindau, drei Kilometer vor dem Ziel
Gewohnt habe ich im "Hotel-Restaurant Ludwig Schürger" in Thurmansbang. Der Ort liegt ca. 1,5 Kilometer neben dem E8 und kann bequem zu Fuß erreicht werden. Das Haus punktet mit sehr freundlichen Gastgebern und einem konsequent durchgezogenen Konzept zwischen Gesundheitsurlaub und Zeitreise. Manche Zimmer erzählen dabei sichtbar Geschichten aus früheren Jahrzehnten - wobei: Armaturen neu. Frühstück solide, Abendessen okay.
Flora und Fauna
WARNUNG: Alle, die eine Schlangenphobie haben, mögen dieses Kapitel bitte überspringen.
Ein paar abgemagerte Ziegen wurden unterwegs gesichtet - kein Bild.

Nicht abgemagert und dabei ausgesprochen neugierig ist dises Huhn

Es gehört diesem Hahn, der weniger kontaktfreudig ist

Schreck auf beiden Seiten - beinahe wäre ich draufgetreten. Sie verschwindet dann auch recht schnell in dem Rinnsal, das man oben im Bild erahnen kann

Flieder an Fluginsekt

Ja, okay, weder Flora noch Fauna - wobei beides sich für dieses Objekt interessieren könnte, es müsste einfach nur noch mal so lange da stehen wie bisher
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