In ca. 24 Kilometern geht es umständebedingt nonstop von Mölln nach Wotersen - Beschreibung einer Wanderung auf dem Fernwanderweg E1 in Schleswig-Holstein
Das Teilstück dieser Tour zwischen Roseburg und Wotersen ist zwar kurz, aber in jederlei Hinsicht "durchwachsen" - zum Zeitpunkt der Wanderung auch nicht markiert
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Morgens in der Früh aus dem Fenster geblickt und der See, der am Vorabend noch sonnenbeschienen war, steht da in dumpfem Grau. Tropfen auf den Scheiben. Eindeutige Diagnose: Es regnet. Also werden nach dem formidablen Frühstück, das auch keine Wetterbesserung bringt, alle zur Verfügung stehenden Regenschutzutensilien aktiviert. Denn es hilft alles nichts - in Wotersen wurde am Vorabend noch die Unterkunft bestätigt. Also, los geht's.

Bodenfliese im Regen - in Mölln. Schon klar: Eule ohne Spiegel

Nachtrag zahlreiche Wanderetappen weiter: Die Handyhülle gehört nicht mehr zu Ausstattung. Stattdessen wird das Handy jetzt mit sogenannten Handy-Staubschutz-Stöpseln vor Wassereintritt in die kritische Ladebuchse geschützt. Denn wenn das Handy mal außen ein paar Spritzer abbekommt, macht es ihm nichts aus. Nur wenn Wasser in eine der Buchsen eindringt, und das passiert relativ schnell bzw. das Handy spürt da was, das da gar nicht ist, dann ist Mist angesagt - es dauert ewig, bis das Handy das Gefühl hat, dass alles wieder abgetrocknet ist.









Schwierigkeiten sind bei der Wegbeschaffenheit keine zu vermelden.

Breiter Weg kurz vor Ankunft bei der Autobahnunterführung vor Güster ...

... mit teilweise hübschem Randbewuchs

Bei dieser im Dunst schon fast verschwimmenden Autobahnunterführung weiß man, dass es nicht mehr weit ist bis Güster (mit seinen erstrebenswerten Gasthäusern)


In Güster die vergebliche Suche nach einem Restaurationsbetrieb, in dem man ein bisschen verweilen möchte. Was mit erheblichen Zusatzmetern verbunden ist. Die knapp 2 km hin und zurück zu den Häusern am Prüßsee spare ich mir dann doch und beschließe, den Weg Richtung Wotersen ohne Rast fortzusetzen. Da auch dort weit und breit keine Bank zu sehen ist, der Magen aber dennoch unangenehm knurrt, muss die Mittagspausensemmel - es ist mittlerweile 16 Uhr - im Gehen vertilgt werden. Die restlichen ca. 7 km bis Wotersen sind in ausgeruhtem Zustand bestimmt ein Klacks, nach 6 Stunden gehen ohne Pause, nach Regen und vor allem bei dem Zustand des Weges (Verlauf nicht eindeutig - mehrfaches Vor- und Zurücklaufen, teilweise zugewachsen, morastig) nicht wirklich ein Zuckerschlecken.

Der Weg ist gerade noch zu erkennen, das Gras feucht und hoch, Wegmarkierungen nicht auszumachen - während knapp drei Kilometern weiß man nicht so genau, ob man auf der richtigen Fährte ist
Ab Roseburg dann wieder Klarheit. Und als ich in die Allee einbiege, die direkt zum Gut Wotersen führt, bin ich durchaus erleichtert. Die Füße haben für heute fertig.

Am Ende dieser wunderbaren Allee sieht man das Ziel der heutigen Etappe
Raststationen
Südseeartiger Unterstand ("Regenpilz") ca. 1 Stunde nach Mölln - für Trocknungsmaßnahmen und neues Regenmanagement. Mangels geeigneter Gelegenheiten (bei der Nässe setzt man sich auch nicht auf den Boden, schon gar nicht auf den feuchten Waldboden) bis Güster durchgelaufen, in der Erwartung, dort ein Lokal zur Erholung und Erfrischung/Erleichterung aufzusuchen, was jedoch (zum Zeitpunkt dieser Wanderung) nicht möglich war: alles geschlossen.
Gewohnt habe ich in der Pension Heitmann in Wotersen, einem ländlichen Haus mit langer Besitzertradition und funktionierendem Gastraum, der auch von Einheimischen frequentiert wird und sehr gute Küche hat (Urkunden!). Die Zimmer sind groß, aber einfach, Bad/WC über den Gang. In direkter Nachbarschaft wurde seinerzeit auf Gut Wotersen die Serie "Das Erbe der Guldenburgs" gedreht, weswegen man auf diese Zeit gerne zurückblickt, als die TV-Stars zu Gast im Haus waren (was wirklich schon seeeehr lang her ist).
Fauna

Wimmelbild - finde das Krötenbaby!
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